Thomas Lehner

Die Salpeterer

Wie Schwarzwälder für ihre Freiheit stritten und litten

Bevor um 1254 der Hotzenwald und das Kloster St. Blasien unter die Landeshoheit der Habsburger kamen, hatten die Rodlungssiedler als Frei- oder Königsbauern besondere Rechte erhalten (Waffentragen, Freizügigkeit, eigene Gerichtsbarkeit). Als das Kloster im Laufe der Jahre nach und nach die Besitzungen der Adelsgeschlechter aufkaufte, wurden die Bauern zur Fron aufgefordert und verloren ihre Privilegien. Dagegen erhoben sich die Hotzenwälder in mehreren Aufständen, erklärten sich nur dem Kaiser in Wien untertan, wurden militärisch besiegt und viele von ihnen zur Auswanderung gezwungen. Erst um 1850 kehrte einigermaßen Ruhe im Hotzenwald ein.

Dieses Büchlein wurde erstmals von Klaus Wagenbach verlegt und erreichte eine beachtliche Auflagenhöhe. Diese engagierte historisch-politische Monographie über die Salpeterer war dann lange vergriffen, wurde aber immer wieder nachgefragt. Bis heute konnte sich dieser Nachdruck auf dem Büchermarkt behaupten. Es gelingt ihm in einer lebendigen Sprache das Wichtigste des in deutschen Landen längsten Freiheitskampfes überzeugend darzustellen.

„Kennzeichnend für unser mangelhaftes Geschichtsbewusstsein erscheint mir, dass auch Einwohner des Südschwarzwalds so gut wie nichts von den Freiheitskämpfen der Salpeterer wissen, obwohl sie sich praktisch vor ihren Haustüren abgespielt haben und in manchen Fällen die eigenen Ur-Ahnen daran beteiligt gewesen sind.“ (Gustav Heinemann, ehemaliger Bundespräsident, 1970 in Bremen).

128 Seiten, 21 Abbildungen schwarz-weiß, gebunden, ISBN 978-3-89155-252-0, Euro 9,50